LVMH und Tiffany – wie der Luxusgüterkonzern weiter wachsen möchte

Der französische Luxusgüterhersteller LVMH gehört schon seit Jahren zu den Top Investments in Europa. Mit einer Marktkapitalisierung von knapp über 200 Milliarden Euro gehört Moet Hennessy Louis Vuitton, wie LVMH auch ausgeschrieben wird, zu den größten Konzernen in Europa.

Über Jahrzehnte hat sich Konzernchef Bernard Arnault ein Konglomerat aus den besten Luxusgüter Unternehmen der Welt zusammen gebastelt – und das mit Erfolg. Diese Strategie soll nun mit der Übernahme des amerikanischen Luxus-Schmuckproduzenten Tiffany fortgesetzt werden.

Konkret plant das Unternehmen, das in New York ansässige Traditionshaus, zu einem Preis von rund 120 US-Dollar je Anteilsschein zu übernehmen. Das Transaktionsvolumen würde sich damit auf 14, 5 Milliarden US-Dollar belaufen und wäre gleichzeitig die größte Übernahme für LVMH in der Unternehmensgeschichte.

Tiffany würde sehr gut in das Unternehmensportfolio von LVMH passen. Mit Uhren und Schmuck setzte LVMH im Geschäftsjahr 2018 etwas über vier Milliarden Euro um – was gemessen am Gesamtumsatz von knapp 47 Milliarden Euro eher überschaubar ist. Die Übernahme von Tiffany könnte den Spaten-Umsatz um über vier Milliarden erhöhen.

Ob der Preis von knapp 15 Milliarden US-Dollar angemessen ist für ein Unternehmen, welches im letzten Geschäftsjahr einen Gewinn von gerade einmal 586 Millionen US-Dollar ausgewiesen hat bleibt eine interessante Frage.

Da LVMH allerdings selbst mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 27 für das laufende Jahr gehandelt wird, wäre die Übernahme eines Unternehmens mit einem KGV von knapp 26 nicht überteuert.

LVMH kann mit diesem Deal allerdings seinen Aktionären wieder einiges mehr an Wachstum offerieren und gleichzeitig seine Umpositionierung als führender Luxusgüterhersteller der Welt weiter festigen. Es gibt niemanden in der Branche, in der so groß und breit aufgestellt ist wie LVMH.

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