Finanzielle Freiheit mit 50? So kann es früher klappen!

Der nachfolgende Beitrag ist ein Gastartikel von Philipp, der sich als angehender Arzt mit dem Thema Finanzen und Finanzielle Freiheit auseinander gesetzt hat. Wie er über das Thema denkt, dass möchte er heute mit Ihnen teilen.

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Meine Strategie zum Erreichen der finanziellen Freiheit

Wer bin ich?

Mein Name ist Philipp, ich bin Mitte 20 und bald mit meinem Medizinstudium fertig. Seit einiger Zeit betreibe ich meinen Blog „PHInanzielle Freiheit“ und schreibe dort über finanzielle Freiheit, passives Investieren und einige andere Dinge, die mit dem privaten Vermögensaufbau zu tun haben.

Als mein Blogger-Kollege Frank mich neulich gefragt hat, ob ich hier einen Gastartikel über meine Strategie zum Erreichen der finanziellen Freiheit schreiben möchte, habe ich mich sehr gefreut und sofort zugesagt.

Genug von mir. Kommen wir zum Artikel. Ich möchte zusammen mit dir einen kurzen Blick darauf werfen, was finanzielle Freiheit für mich ist, warum sie erstrebenswert ist und wie ich sie erreichen möchte.

Finanzielle Freiheit

 

Finanzielle Freiheit

Was ist finanzielle Freiheit

Nach meiner Definition ist man finanziell frei, wenn man „genug Geld auf der Seite hat“, um nicht mehr arbeiten zu MÜSSEN. Je nach Lebensumständen benötigt man dafür einen höheren oder niedrigeren Betrag.

Wenn man diesen erreicht hat, könnte man theoretisch seinen Job kündigen und machen worauf man auch immer Lust hat.

Warum ich finanziell frei sein möchte

„Machen worauf immer man Lust hat“. Das klingt doch wirklich super.

Ich kenne einige Menschen, die noch 10-15 Jahre bis zu ihrer Pension haben. Der Job macht ihnen keinen Spaß, sie mögen ihren neuen Chef nicht, oder sind mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden.

Trotzdem MÜSSEN sie weiter ihre 40 Stunden pro Woche arbeiten, weil sie von ihrem Gehalt leben müssen. Sie machen nicht das worauf sie Lust haben, sondern verbringen einen großen Teil ihres Lebens mit einem Job, der ihnen keine Freude macht.

Wie erwähnt studiere ich (noch) Medizin. Wenn ich fertig bin, darf ich als Arzt arbeiten. Ja. Ich DARF. Das ist nämlich genau das, was ich mein ganzes Leben lang machen wollte. Auf mich trifft das obige Szenario definitiv nicht zu. Zumindest noch nicht. Wer weiß. Vielleicht habe auch ich irgendwann einen Chef, mit dem ich überhaupt nicht klar komme. Vielleicht mache ich den Job, bis ich in Pension gehe. Vielleicht aber auch nicht. Wer sagt, dass ich mit 55 immer noch Arzt sein möchte? Momentan gehe ich davon aus. Wissen kann ich es aber nicht. Möglicherweise macht mir der Job auch mit 55 noch Spaß, aber ich möchte ihn keine 40 Stunden in der Woche, sondern nur noch 20 machen. Wer weiß.

Genau weil ich es nicht weiß, möchte ich mir die Möglichkeit offen halten ab einem gewissen Zeitpunkt sagen zu können, dass ich aufhöre meinen ursprünglichen Beruf nachzugehen. Wenn ich im Alter drauf kommen sollte, dass es mein Traumjob wäre den ganzen Tag mit einem Rasenmähtraktor den Golfplatz zu mähen, dann möchte ich die Freiheit haben das machen zu können.

Freiheit. Um genau die geht es. Die Freiheit genau das machen zu können, was ich möchte.

Meine Strategie finanziell frei zu werden

Wie bereits erwähnt, braucht man für die finanzielle Freiheit einen gewissen Geldbetrag. Diesen möchte ich vor allem durch zwei Mittel erreichen: Sparquote und Investitionen. Gehen wir genauer darauf ein.

Sparquote – Konsumverzicht

Die Sparquote ist der Anteil der Einnahmen, den man nicht ausgibt. Im Jahr 2019 waren das bei mir immerhin schon 20 % meines Einkommens. Mit dem Eintritt in das Berufsleben, werde ich deutlich mehr Geld verdienen, habe aber nicht vor viel mehr als heute auszugeben. Das hat nichts damit zu tun, dass ich geizig bin.

Ich bin schon jetzt vollkommen zufrieden mit meinem Leben. Ein neues Handy, ein neuer Laptop oder irgendein anderes Konsumgut, würde mein Glück nicht steigern. Warum soll ich also Geld dafür ausgeben?

Passives Investieren – ETFs

Das gesparte Geld muss irgendwo hin. Das Konto eignet sich nicht, um ein langfristiges Vermögen aufzubauen. Dafür ist die Inflation zu hoch und die Zinsen zu gering. Deshalb habe ich einige Zeit mit der Suche nach Alternativen verbracht und bin fündig geworden.

Nachdem ich einige Studien und Bücher zum Thema Geldanlage und Altersvorsorge gelesen habe, wurde mir klar, dass dafür kaum ein Weg an Aktien vorbeiführen wird.

Ich möchte aber Arzt werden. Das bedeutet zwar einerseits einen tollen Beruf, andererseits aber viel Arbeit. Wenn dann in den nächsten Jahren auch eine Familie dazu kommen wird, dann werde ich nicht wirklich die Zeit haben, um alle möglichen Unternehmen zu analysieren und mir zu überlegen, ob ich ihre Aktien kaufen soll oder nicht. Aktives Investieren ist also sicherlich nicht die richtige Strategie für mich, wenn es darum geht mir langfristig ein Vermögen aufzubauen.

Zeitsparend und unkompliziert. Genau so soll meine Altersvorsorge ausschauen. Irgendwann bin ich dann auf sogenannte ETFs und das passive Investieren gestoßen. Genauer möchte ich in diesem Artikel nicht darauf eingehen, da es den Rahmen sprengen würde.

So viel möchte ich dir aber erzählen: Mit den richtigen ETFs, bist du in der Lage, in einen Großteil der Wirtschaft zu investieren und an ihrem Wachstum teilzuhaben. Wer Geld in einen ETF anlegt, streut es oft über hunderte von Aktien. Das Risiko, dass eine der Firmen Pleite geht besteht natürlich auch hier. Dadurch, dass man aber in unzählige Unternehmen investiert ist, bekommt man von der Pleite der einen Firma kaum etwas mit.

Wie Aktien schwanken auch ETFs in ihrem Wert. Gerade im März wurde das im Zuge der Corona-Krise sichtbar. Zwischenzeitlich war mein Depot 30 % im Minus. Ein Drittel des Geldes war also für eine kure Zeit „futsch“. Mittlerweile ist das Depot wieder im Plus. Trotz dieser Schwankungen zeigt ein Blick auf die letzten Jahrzehnte, dass mit einem breit diversifizierten ETF eine durchschnittliche Jahresrendite von ungefähr 5-7 % erreichbar ist. Mit so einer Rendite und einer entsprechenden Sparquote lässt sich einiges bewirken.

Ziel und Zeitrahmen

Um abzuschätzen wie viel Geld man braucht, um finanziell frei zu sein, muss man sich zuallererst Gedanken darüber machen wie hoch die monatlichen Ausgaben sind, die man decken möchte.

Für meine Rechnung nehme ich an, dass ich monatlich gerne 2.000 € aus meinem Depot abziehen würde, um damit mein Leben bestreiten zu können. Das wären demnach 24.000 € pro Jahr.

Wenn ich nächstes Jahr mit dem Investieren beginnen möchte, sehen die Parameter für meine Berechnung wie folgt aus:

             Parameter                        Wert          
Alter 25
Lebenserwartung 95 (man wird doch hoffen dürfen 😉 )
Gewünschter Rentenbeginn 50
gewünschte Einkünfte bei „Renten“beginn 24.000 €
Erwartete Rendite auf Geldanlage 5 %

Wenn ich mit diesen Werten rechne, komme ich zu dem Ergebnis, dass ich 710.005 € brauche, um mit 50 nicht mehr auf ein Einkommen aus meinem Beruf angewiesen zu sein. Dafür müsste ich ab meinem 25. Geburtstag monatlich 781 € investieren. Mit dem Gehalt, dass ich verdienen werde, ist das realistisch. Nach dieser Rechnung wäre ich mit 50, also innerhalb von 25 Jahren finanziell frei. Dann würde ich in genau dem Alter sein, mit dem viele Menschen keine Lust mehr auf ihre Jobs haben und könnte einfach kündigen.

Da ich aber nicht erst mit 25 anfange zu investieren, sondern schon eine ganze Weile dabei bin, hat sich schon ein gewisser Betrag in meinem Depot angesammelt. Vermutlich bin ich also schon vor meinem 50. Lebensjahr finanziell frei.

Denk bitte daran, dass diese Kalkulation davon ausgeht, dass ich ab 50 nicht einen einzigen Euro verdienen würde. Ich bin aber nicht der Typ, der den ganzen Tag faul in der Hängematte liegen möchte. Ganz sicher würde ich weiter arbeiten. Vielleicht aber in einem völlig neuen Beruf. Ob ich dort viel oder wenig verdienen würde, spielt überhaupt keine Rolle, weil ich ja nicht auf das Einkommen angewiesen bin.

Fazit Finanzielle Freiheit vor 50

Finanzielle Freiheit bedeutet die Möglichkeit, durch ein vorhandenes Vermögen nicht mehr auf das Gehalt aus einem Job angewiesen zu sein. So kann man sich den Dingen widmen, die einem wirklich Spaß machen. Natürlich bedeutet diese Freiheit nicht, dass man seinen Job kündigen muss. Wenn er dir Spaß macht, dann mach ihn weiter. Wenn er das nicht tut, dann kündige ihn. Falls er Spaß macht, aber er zu anstrengend ist, kannst du auch die Stunden reduzieren, da du ja nicht mehr auf das Einkommen angewiesen bist.

Ich habe das Ziel die finanzielle Freiheit durch passives Investieren in breit streuende ETFs zu erreichen, wenn ich circa 50 bin. Über dieses Ziel, meine Fortschritte und Themen rund um den Vermögensaufbau blogge ich auf PHInanzielle Freiheit und würde mich freuen, wenn du mal vorbeischaust und mich auf dem Weg zur finanziellen Freiheit begleitest.

Liebe Grüße, Philipp.


Philipp, Danke für den Gastartikel. Falls Sie jetzt neugierig geworden sind, dann lesen Sie einfach im Blog PHInanzielle Freiheit weiter.

Ein Gedanke zu “Finanzielle Freiheit mit 50? So kann es früher klappen!

  1. Puh, da sieht man mal wieder, dass Mediziner nicht unbedingt rechnen/planen können…

    1. Was sind 2000 € in 25 Jahren an Kaufwert (Inflation)?

    2. Wie wird die Krankenversicherung ab dem Zeitpunkt bezahlt?

    3. Wird Ihres Erachtens nach die Steuer in 25 Jahren nicht mehr existieren?

    4. Mit 50 haben viele Menschen Unterhaltspflichten für die Kinder, die in der Ausbildung sind.

    5. Wohneigentum vorgehsehen oder Dauermiete?

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